Purpose definiert den Beitrag des Unternehmens, ausgewogen  zwischen den Elementen Ökologie, Gesellschaft und monetärer Gewinn.
Es war das Marketing-Buzzword des vergangenen Jahres: Purpose. Aber was steckt wirklich hinter diesem Begriff? Dominik Brendel zeigt in seinem Gastbeitrag für HORIZONT Online ein Erklärungsmodell, das Licht ins Dunkel bringen und den Unterschied zwischen Purpose, Mission und Vision aufdecken soll

Im Digitalen hat sich etwas durchgesetzt, dass Brendel’s Erklärung bestätigt und doch etwas anderes meint. Es betrifft die Arbeitssweise und in meinem Verständnis, das keine Arbeit ohne Absicht begonnen werden soll. Ein wünschenswerter Vorsatz der guten Gestaltern innewohnt und ausnahmslos zu erfüllen ist, denn wir wissen meist nicht so recht was wir eigentlich wollen. Wenn Sie jetzt beispielsweise gefragt werden, was Sie in ihrem Leben wollen, wüssten Sie die Antwort?

Purpose = Absicht

Nicht ohne Absicht eine Arbeit ausführen ist wertvolle Arbeitsethik, die zu praktizieren weitgehend vernachlässigt wird. Ist die Absicht blose Beschäftigung, dann ist was sie tun ein Hobbie und Sie brauchen sich keine Gedanken machen.

Den Leuten denen ich begegne, machen in dem was sie tun drauflos in der Überzeugung das ein innewohnendes Verlangen ausreicht, wahr und von Bedeutung sein muss. Nichts davon ist notwendigerweise wahr.

Aber ja, Sie schlagen einen Nagel in die Wand wohl wissend das Sie ein Bild darauf aufhängen werden. Was aber wenn Sie als Musiker ein Stück komponieren oder als Glaserei ein Glas blasen? Dann soll das Lied oder das Glas auch anderen gefallen, nützen (bestenfalls beides) und Sie tun gut daran Ihre Absicht, den Sinn und Zweck Ihres Schaffens zu kennen.

Suchmaschinen ersparen uns die Eigeninterpretation von vorneherein:

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Die direkte Übersetzung von Purpose erweist sich als zweckdienlicher, handhabbarer und praktischer als die von Brendel gebotene Erklärung für die Werbebranche. Die nämlich verleitet die Branche ebenso wie das leidige ‚emotionalisieren’ und ‚Geschichten erzählen’ dazu die aufgebrachten Energien vom Produkt abzulenken und meist in ekeleregender Anbiederung oder den flüchtigen Tendenzen nach dem Maul reden anzubringen. Sie erinnern sich?

Unternehmen sind dazu da Lösungen zu bieten

Ihr Produkt (oder ihre Dienstleistung) muss die Lösung sein, nicht eine anbiedernde Geschichte drumherum und auch nicht dessen forcierte Emotionalisierung.

Indem Ihr Produkt ein Problem für den Anwender löst erzählt es die ganze Geschichte die es zu erzählen gibt und das dadurch geschaffen Verlangen nach dieser Lösung löst die Emotion aus.