Editoriales Design
Relaunch von Spiegel.de: Kopfleiste mit Menü prägen die Online Marke.
Kopfleiste mit Menü prägen die Online Marke, gerade so wie die neu eingeführte Spiegel Hausschrift:
Spiegel Slab 4UICd Extrabold
(Serif Display UI Bold Italic
u. Text UI Regular)
Spiegel Sans UI-Regular
(Bold u. Semibold)

Aber ja, Spiegel.de zeigt sich mit dem heutigen Tag in aufgeräumtem, aufgefrischtem Erscheingungsbild, wie Spiegel.de in eigener Sache berichtet. Sie können sogar Ihr Feedback zum gestalterischen Aufbruch ins neue Jahrzehnt preisgeben: feedback.nextgen@spiegel.de.

Mit brutaler Konzentration auf die oben angezeigten Kernelemente, gepaart mit freizügigem Weißraum, wäre Spiegel.de ein Paradebeispiel deutscher, editorialer Gestaltung und somit ein Aufbruch gelungen. Zwei Elemente machen den aufgeräumten Eindruck zunichte:

  1. Online Publikationen benötigen ein ganz anderes Verständnis der Handhabung von Werbeeinnahmen gegenüber. Bannerwerbung ist dann nicht störend wenn sich auf eine Briefmarkengröße geeinigt wird und diese Briefmarken inmitten der Inhalte auftauchen und in Bezug auf den jeweiligen Inhalt Mehrwert generieren. Das wäre für beide Seiten gut. Die Ästhetik des Spiegel.de Auftritts wird von Bannerwerbung in voller Breite oben und rechts in der Seitenleiste arg beeinträchtigt, sogar zerstört (siehe Abb.).
  2. Dem hierzulande offensichtlichen Hang zum Ordnungstiften wird nicht nachgekommen indem jedes Thema in ein Kästchen gezwengt wird, aber durch die Auflösung der Kästen. Rahmen und Passepartouts sind bei Webseiten redundant, das Browserfenster rahmt die Inhalte.

Aber ja, der Leser muss von einer Publikation die eine Authorität sein will und das auch sein muss mit auf die Reise genommen und erzogen werden. Den negativen Aspekt eines Wühltisches, entgegen dem Wunsch der Messie geneigten Leserschaft, einfach mal auflösen und nach so vielen Jahren endlich mit einem tragfähigen Bezahlmodell für Publikationen (Werbeeinnahmen) überraschen.

Damit ist Zeit und Raum gewonnen sich der Optimierung der Kuration der Bilder anzunehmen.