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Mit diesem originellen Schlagwort charakterisierte Nietzsche (1887) das elementare Raubtierbedürfnis der vornehmen Rassen, sich für den durch die soziale Gemeinschaft bedingten Zwang durch Grausamkeit gegen fremde Völker schadlos zu halten 1.

Historisches Schlagwörterbuch

„Aus dem Grunde aller dieser vornehmen Rassen ist das Raubtier, die prachtvolle nach Beute und Sieg lüstern schweifende blonde Bestie nicht zu verkennen; es bedarf für diesen verborgenen Grund von Zeit zu Zeit der Entladung, das Tier muß wieder heraus, muß wieder in die Wildniß zurück; römischer, arabischer, germanischer, japanischer Adel, homerische Helden, skandinavische Wikinger — in diesem Bedürfniß sind sie sich alle gleich. Die vornehmen Rassen sind es, welche den Begriff ›Barbar‹ auf all den Spuren hinterlassen haben, wo sie gegangen sind.”

Zur Genealogie der Moral

Der pupertären Weinerlichkeit zu entkommen, verlegte ich den Lebtag lang jede Wette darauf, den dionysischen Charakterzügen den Vorrang zu lassen, der nur leider mit einsetzender Altersmilde, die so förderliche Wut bremst und Aggressivität nicht wie gewünscht aufkommen lässt.

Dem starken Einzelnen zuwider, rotten sich Bewegungen als „kollektive Bestie” zusammen und tun es den vornehmen Rassen gleich. Sie möchte gern von oben bis unten überall rückwärtsen, Gottes Licht auslöschen, damit die geweihte Kerze pfäffischer Blendleuchte heller irrwische.

Von derlei Worten nicht vorangebracht, bereute ich im Anschluß an die Adoleszenz die nächtliche Beschäftigung mit Philosphie, die heute den zahllosen „How-To”-Ratgebern insofern gleich kommt, als das sie nichts voranbringen, stören und auch von täglichem Sport wie Surfen und Segeln nicht vollends auszulöschen sind. Die Empfehlung ist dann, nie ein Buch von Schopenhauer, Nietzsche & Co. aufzuschlagen und den Körper und Geist gesund zu halten.

Den Wirren des Wandels ist, den „Simplify”-Tendenzen entsprechend, gegenwärtig nur mit Einfachem beizukommen, mit knappen Sätzen wie die von Boris Johnson, Donald Trump, oder Greta Thunberg.

Das erklärt auch zum Teil die Tendenzen zum Minimalismus, geeignet dem Verhalten zunehmend kürzer werdender Aufmerksamkeitsspannen entgegen zu kommen.

Richard Shotton und Rob Blackie führen es in ihren von Neil Perkin empfohlenen Tweets an:

Ein Beispiel von ⁦@BRAIN_Creatives⁩ der Gefahr, die Botschaft zu komplizieren.
Hillary Clinton ignoriert die Lektion aus Bill’s Erfolg: Keep it simple, stupid.
Markenprägung mit den Mitteln des Web
  1. vergl. Büchmann S. 327[]