Unaufgeforderter Vorschlag an den dt. Antiquariatsbuchhandel

Akutalisert und korrigiert am 22. Dezember 2020

Nicht wir brauchen die Bücher,
die Bücher brauchen uns

Vor zwei Jahren gestaltete ich eine Auswahl an Geschmacksmuster für das Münchner Antiquariat Hans Hammerstein. Wenn auch hätte gelingen mögen die Persönlichkeit eines angesehenen Münchner Familienunternehmens für den Bildschirm einzufangen und zu reflektieren, fehlte mir die Überzeugung, hier etwas zu schaffen, das in der Lage wäre, etwas zu bewegen und unabhängig von multinationalen Aggregatoren im Stande ist, Bücher auch über den Ladentisch zu bewegen. Es war eine Website, wie alle anderen Websites auch, statisch wie Drucksachen und ohne soziale Dynamik.

Mit einem Unterschied, das Leben der Damen Hammerstein wäre einfacher und die Dateneingabe wäre ohne Redundanz effizienter gemacht. Auf WordPress CMS aufgesetzt, wäre die Website sozialfähig gemacht, ohne Hilfe eines Programmierers zu aktualisieren und allem voran, hätte sie den Damen Hammerstein als Datenbank gedient.

Längst schon findet der Buchhandel des Antiquariats, auch im Internet statt.

Wie in anderen Branchen auch, schöpfen ein oder mehrere sog. Aggregatoren den Rahm der Branchensuppe ab. In unserem Fall ist es zvab.com.

1996 waren Bernd Heinisch, Friedemann Kutschbach und Jens Bauersachs dem Paradebeispiel von Amazon Bücher gefolgt und gründeten das Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher, einem Aggregator für Antiquare. Weiterer, nationaler Wettbewerb folgte dem Beispiel von ZVAB.com, einem Unternehmensbereich der AbeBooks Europe GmbH.

Vorher

Das bisherige, dem Zeitungslayout nachempfundene, 3-spaltige Layout erfährt eine Renaissance, bedingt durch das Aufkommen von Retina Bildschirmen, Webfonts und der Tatsache, das alle Motivation in den Netzen von der Nutzbarkeit seiner Nutzer dominiert wird. Die Homepage kann abgelöst werden von radikaler Funktion, wie Google-Suche es uns zur Gewohnheit hat werden lassen.

Warum sollte das Google Beispiel einer radikal reduzierten Startseite, die nichts weiter darstellt als eine Suchfunktion nicht auch bei der Gestaltung von neuen Geschäftsmodellen zum Erfolg beitragen?

Paradebeispiele der ersten Stunde wirken mittlerweile wie eine Überforderung auf die immer deutlicher abnehmenden Aufmerksamkeitsspanne der Besucher:

Nachher

Der hier zum Vorschlag gebrachte Hammerstein Aggregator hat zum Ziel, es dem dt. Antiquar seiner Gesinnung getreu, zu ermöglichen, in einem unabhängigen von einem etabliertem Kollegen initiierten, kultivierten Umfeld wieder den Handel zu betreiben, der in bewogen hat, dem Antiquariatsbuchhandel sein Leben zu widmen.

In einem dem Antiquariats-Buchhandel entsprechenden, angestammten Umfeld, das nichts von einem Bauchladen oder umständlicher Bürokratie der Ämter hat.

Grobskizze „Suche‟
Grobskizze: „Im Suchergebnis stöbern”

Unterdessen wurde das Web einfach und elegant

Pinterest oder auch Tumblr erhielten in weniger Zeit mehr Zulauf als alle bisherigen Musterbeispiele im Web. Google ist der Welt drittbedeutendste Marke ohne vormals je Werbung für sich gemacht zu haben. Ein Beitrag von Uli Busch in der WuV beoabachtete schliesslich 3 Trends in der Markenführung, die ich bestätige und für das Antiquariat Hammerstein hier zum Vorschlag und für deutsche Antiquare hier erstmalig zum Anstoß mache.


1. Grobskizze: „Suche”-Fenster

Was von der Homepage übrig bleibt ist die Funktion. Nicht was wir denken ändert unser tun, was wir tun ändert unser denken.

Von Google gelerntes: „Nur das nötigste‟.

2. Grobskizze „Suchergebnis im Detail”

Wie weiter oben in „Im Suchergebnis stöbern” zu sehen, jetzt das jeweils einzelne Suchergebnis im Detail einer Drehscheibe entlehnt. Die hier nebeneinander gezeigten Zustände finden grundsätzlich auf einer Platz sparenden Drehscheibe statt, gleichsam mit den verfügbaren Funktionen u. Interaktionen:

Vorderseite mit Buchtitel, Autor,
Verlag, Erscheinungsdatum und Preisangabe
Sozialwidget: Der Besucher kann seine Auswahl weiterempfehlen und behält dank dieser Miniamaturen die Übersicht über Einkäufe und soziale Kontakte. Das Buch wurde auf Twitter bereits 65 weiteremphohlen. Auf Facebook gab es 5 Empfehlungen. Der Besucher hat bereits 6 Bücher in seinem Warenkorb, bravo!
Rückseite mit Inhaltsbeschreibung u. Zustandsbericht (kann über mehr als eine dargestellte Seite gehen.
Sozialwidget im aktiven Zustand (FB aktiv mit 4 Weiterempfehlungen)

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