„Werk ohne Autor” Trailer German Deutsch (2018) YouTube

Sehen Sie → hier eine sehr ordentliche Rezension von Robert Hofmann. Die vielleicht einzige die es zu sehen lohnt.

Der Verfasser des vorliegenden Beitrages will den geneigten Leser wissen lassen, daß er für gewöhnlich die Meinung und Haltung des ihm zuletzt auffällig gewordenen Stoffes annimmt und wiedergibt. Nicht so dieses Mal, denn lokale, ureigene Augenbezeugnisse haften dem an was er an „Werk ohne Autor” zu verstehen geglaubt hat.

Nämlich den Unterschied gleich lautender Zahlen. Ob einer die Lotto Gewinnzahlen für die Runde in der er sich gerade befindet aufzählt, oder ob er diese im Fernsehen aufgezählt bekommt.

Der von Disruption und in Folge auch zu Verelendung neigenden Demokratisierung von so ziemlich allem unversehrt bleibende Bedarf an Autorität für Mensch und Marke.

Es ist auch so, daß wenn einer einmal in einer Vorstellung sitzt, auch wenn er sich so garnicht für das Theater zu interessieren vermag, das Stück ihn beschäftigen und ihn sogar entgegen seinem geringen Interesse daran, einnehmen wird. Er erlebt eine unterhaltsame Theateraufführung die ihn womöglich nachhaltig beschäftigen wird.

So geschieht es mit allem das wir tun. Tun wir es denn schließlich, beschäftigt es uns auch1.

So geschehen auch im Nachhinein2 mit „Werk ohne Autor”. Der Akt, eine Treppe herabsteigend3 mit dichtem, ölig schwarz gekräuseltem Schamhaar der Darstellerin, war willkommener noch als der sardonische Spott gegenüber der Düsseldorfer Kunstakademie. Und wenn im Nachhinein die Beschäftigung auch nur eine ist, Zweck und Umsetzungsmöglichkeit für „alles was wahr ist, ist schön” in Anwendung zu bringen.


  1. nicht unser Denken formt unser Tun, unser Tun formt unser Denken[]
  2. „nachhaltig”, ein Wort das nichts vermag als einem zuwider zu sein[]
  3. Nr. 2, Marcel Duchamp[]