Halt die Wahrheit am Leben

„Jeden Tag riskieren tausende Journalisten ihre Leben…”, vorliegende UNESCO Kampagne ist womöglich bemüht die Aufmerksamkeit vom Schreckensjournalismus zum seriösen investigativen Journalismus zu lenken. Das aber entspringt eher meiner Wunschvorstellung einer Absicht, die nicht vorzufinden mich entmutigt.

Wie auch der Kunstbetrieb, die katholische Kirche, der Regierungsapperat mit seinen gewaltigen Verwaltungsapparaten wenig Effektivität und Effizient der Öffentlichkeit zu vermitteln verstehen, so ist auch diese UNESCO Kampagne vom Winde verweht und keine Idee die tut. Was können Sie tun auf der Webseite? Eine Weltkarte aufschlagen mit Verortung getöteter Journalisten? Und dann, was tun sie mit dieser Spielerei? Empathie zur Schau stellen? Das ja, ansonsten absolut nichts. Sie tun nichst um dem Anliegen zu helfen.

Sensibilisierungskampagnen gehören ausgewechselt mit Ideen die tun

Mein Lieblingsverweis auf die von Gareth Kay geprägte Klärung, nämlich die in den digitalen Medien gemachte und durch Facebook u. Co. erwiesene Erkenntnis, das wir nicht wie von Bildung geprägt, etwas Tun in Folge von dem was wir denken, sondern im Gegenteil, denken wir zur Folge von dem was wir tun.

Die derzeit allerorts gestellte Forderung an Marken zu den Zielgruppen durchzudringen mit Erzählungen und Emotionen ist eine aufwendige Inszenierung die meist eine weitere Ebene einführt, die wiederum oft nicht den Markenkern oder den eindeutigen Produktvorteil wiedergibt, sondern davon ablenkt oder keiner tauglichen Wahrheit entspricht. Die UNESCO Kampagne sensibiliert das Publikum den Journalismus zu respektieren indem dessen Risiken dramatisiert werden. Dem Narrativ ist kein direkter Nutzen als Wirkung nachzuweisen.

Eine Idee die tut setzt die Effizienz vorraus, das Publikum direkt zu involvieren, indem es etwas das Gewissen entlastendes zu tun bekommt, indem es eine Pedition unterschreiben, einen fiskalen Beitrag leisten, oder das Anliegen in eigener Sache auf sonstige Weise direkt unterstützen kann.

Hier ein Beispiel wie das Wall Street Journal sich als gute digitale Marke behauptet. Ein grosses Versprechen das für ein grosses Publikum gelevant ist (auch wenn dies keine Idee ist die tut):

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Weniger spezifisch, verliert eine aktuelle dt. Anzeige zur Stärkung des Journalismus an Relevanz gegenüber der an Wertebedrohung orientierten Anzeige des Wallstreet Journals.
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Anliegen im öffentlichen Dienst sind heutzutage dazu augefordert digitale Vorbilder zu sein, die mit Ideen die tun ihr Publikum direkt involvieren und ausschliesslich mit Open Source Hilfsmittel operieren.