Webseitengestaltung
Neil Perkin, der belesene britische Autor und angesehene Beeinflusser
der digitalen Szene vor dem verbotenen Bücherregal.
Aber ja, der belesene britische Autor und angesehene Beeinflusser
der digitalen Szene vor dem verbotenen Bücherregal

Das hätte sehr wohl in die Hose gehen können, das schon längst als lächerlich bewertete Bedürfniss des Autoren mit dem nach Authorität verlangenden Autorenporträt vor dem Bücherregal. Es hätte die Wirkung einer vom Zahnarzt im weissen Kittel empfohlene Zahnpastenwerbung, wäre da nicht der entspannt und von derlei Angriffen unbelastete, lächelnde Perkin mit unschuldig gefalteten Händen.

Die dem Künstler, der Künstlerin oft innewohnende Scheu vor Konventionen verwehrt ihm und ihr ebenso oft den kommerziellen, oder populären Erfolg.

Neil Perkin’s aufgeräumte, neue Webseite ist ein Bekenntniss zu Konventionen. Ein strategisches Entgegenkommen der nach Ordnung, Gesetzen und eine deutliche Absicht wiedergebende Darstellung inmitten einer an zunehmender Desorientierung und schwindenden Aufmerksamkeitsvermögen leidenden Gesellschaft.

Die Ästhetik der Netze ist von WordPress Vorlagen (Themes) bestimmt, die sich wie Tapetenmuster über ein Drittel des Internets legen und wie Mode den Tendenzen folgen (Perkin’s neue Seite ist mit Squarespace gemacht).

Gegenwärtig ist Minimalismus, Sachlichkeit und die Absicht zu Antiindividualismus eine treibende Kraft.

Es ist wie ich eine Lehrerin in einem Schulmädchenreport habe sagen hören: „Nicht mehr auffallen wollen”.