• KIT by Industrial Facility

Bildquelle: Industrial Facility

Die letzte Küche die ich einrichtete war in New York, in einem kleinen, seinerzeit noch erschwinglichen Apartment im Norden Manhattans. Um Ka­ker­la­ken kein Versteck zu bieten, mussten erstmal Regale und Schränke raus und ein Butcherboard mußte her mit Austanzungen für die Gasherdamaturen und die Spüle. Dafür aber war kein Geld da, es fand sich dagegen ein quadratischer Butcherblock auf eigenen Füßen.

In den 80er und 90er Jahre waren wir von High Tech geprägt, also Geräte und Gegenstände aus industriellen Großküchen oder Beständen. Eine modische Tendenz die rasch zu überhöhten Preisen führte und somit seinen Zweck verfehlte. Die Küche musste möglichst offen sein und von Hängeschränken und dem üblichen Verstaugelegenheiten befreit werden und ein großzügiges Arbeitsbrett zum Zuschneiden erhalten.

London’s Industrial Facility schlägt mit KIT ein Konzept vor das die High-Tech Tendenzen vergangener Dekaden aufleben macht und eine Sehnsucht nach radikal praktisch, pragmatischem aufkommen läßt. Erfrischend an KIT ist vielleicht die Erkenntnis das die Beziehung die wir zu Produkten, oder dem haben womit wir uns umgeben nicht mehr die von einem zum anderen, aber die von einem zu vielen ist.

Das Kit sieht aus wie die blechernen Standard Büro Möbel der Polizeipräsidien in amerikanischen Krimiserien. Nicht abfällig, aber froh und nämlich in der Annahme gemeint, das hier eine Küche für jederman erschwinglich angeboten wird.