Agatha Christie ~ Kleine Morde ~ Ene Mene Muh

„Die Amerikaner hören nicht auf mich zu beeindrucken…” (12:24) le commissaire Larosière (Antoine Duléry) bevor er wie meist in Schwärmerei verfällt „…und dann kommen die Schenkel. Die Schenkel, Lampion! Das raubt jedem Mann die Sinne.” (13:00) Polizei und Poesie, das ist kein Widerspruch und das deutsche Fernsehen wird sehr gut in der Auswahl der Stimmen bei der Synchronisation von ausländischen Filmen.

Eine weitere, aus Frankreich importierte Agatha Christie Serie, ist in seiner Sychnronisation womöglich besser als das Original, der Sychronstimme von Marlène (Elodie Frenck) ist es zu danken. „Wer kann so böse auf ein Kind sein das er es ertrinken möchte, ausser mir natürlich…” Kommissar Laurence mit dem bezeichnenden Vornamen Swan, den ich als Werber unmittelbar mit David Ogilvy’s Trompeterich Schwan verwechsle.

Agatha Christie ~ Mörderische Spiele ~ Mord beim Schulfest

Aber ja, der so hübsch anzusehende Tomboy, die nervige Redakteurin Alice Avril (Blandine Bellavoir) wird in dieser Folge Kreativdirektorin einer Weberei. „Woher ich das weiss? Wissen macht Spaß.” (22:58)

„Für etwas hellere Köpfe wie Sie und ich, ist eine Mord nicht mehr als eine alberne Kinderei. Jedenfalls wenn man seinen Verstand zusammen hat und ein Motiv.”

Emile Deboucke (Philippe Nahon, „Calvaire“)

Mais oui non

Aber nein, auch bei der Werbung um Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung und jedenfalls Ihrer Marke geht nichts ohne das Sie Ihren Verstand zusammen und ein Motiv haben. Nicht ohne Absicht. Die unter Lügnern weit verbreitete „Just make it verruckt” Ansicht entlarvt sich selbst, denn wer verrückt ist, oder verrücktes tut, weiß nicht was er tut. Es weiß aber jeder was er tut und anders als in deutschen Gerichtsälen wird wenn das Vergehen nicht mit Absicht geschah, kein milderndes Urteil verhängt. Die Guillotine ermöglicht jedenfalls Nachhaltigkeit.