Hierzulande wird das Medium Web vorrangig, wahlweise als der Unterhaltungsbranche, oder aber den Nachrichtendiensten zugehörig angesehen. Das Verhalten der Nutzer, der Inhalte-Anbieter, wie auch das der Wettbewerbsausrichter u. Juroren ist in Folge einer verkehrten Orientierung unterworfen.

Eine Webseite wird z. B. als erfolgreich beurteilt, je länger der durchschnittliche Aufenthalt auf der Webseite andauert.

Die Dauer von Stöbern, Wischen und Herumirren wird als einer der Erfolgsfaktoren bemessen. Somit wird die Orientierungslosigkeit der Besucher wie bei anderen Medien auch, als der Beliebtheit einer Webseite förderlich angesehen, beurteilt, kultiviert und in Folge Kult.

Zu Ihrer Entlastung

Die Menschen die Sie überall, zu jeder Zeit mit Ihren Handys beschäftigt sehen, sind nicht Opfer dieses Kults, sie sind vielmehr unentwegt beschäftigt sich mit ihren Lieben, Freunden und Bekannten auszutauschen. Ein der Kommunikation zuträgliches Phänomen. Das nur beiläufig.

Unterhaltung und Nachrichten bedient das Fernsehen bequemer und effektiver als das Web, wenn auch sein Betriebssystem veraltet ist und ständig ein weiteres Update benötigt.

Hier jetzt, drei der prägenden Momente in der Geschichte des digitalen Marketing

Alle Drei korrigieren gleichsam die Orientierung und tragen dazu bei und verleihen Ihrem Tun einen guten Grund.

Aber ja das wahre Netz ist entgegen der sich unliebsam darin einnistenden Sozialnetzwerke nicht proprietär, aber mit Hilfe von OpenSource und seiner inhärenten dezentralisierten Natur, weltoffen und für jeden nutzbar.

Ideen die tun

Gareth Kay, Chefstratege von Goodby, Silverstein & Partners brachte Ideen die tun auf und prägte den Begriff. Schauen Sie nur, wie Kay in einem Vortrag über das Paarungsverhalten die Werbewelt mit einem Vergleich von Laubenvogel und Pfau von praktischem, realitätsnahem Handeln zu überzeugen sucht. Desweiteren schlagen Prägungen und Philosophien Purzelbäume: „Nicht unser Denken bestimmt unser Tun, unser Tun bestimmt unser Denken.” Proprietäre Sozialmedien, allen voran Facebook beweisen die These. Ideen die tun bieten unserer Werbebranche eine Passage zu ganzheitlich, intergrierter Marketing-Kommunikation in der post-digitalen Zeit und dem was wenig später als viral bezeichnet werden soll.

Praxisbeispiele von Ideen die tun

Kunden generierte Inhalte auf der neuen Burberry Site
Kunden generierte Inhalte auf der neuen Burberry Site
Art of the Trench-Detail


Montag vergangener Woche stellte Burberry seine soziale Netzwerk Site, The Art of the Trench mit 611 Besucher am Tag vor.
Chefin Angela Ahrendts und Kreativ Direktor Christopher Bailey wollen die Traditionsmarke für die, der in Rente gehenden Baby Boomers, nachwachsenden Generation und berufstätigen Frauen ins Gespräch bringen.

Dabei orientiert sich Frau Ahrendts auch am Verhalten ihrer 3 Töchter, die viel Zeit im Netz verbringen und größtenteils ihre Einkäufe via Internet erledigen.

Begeistert vom Burberry Beat [The Kooks], suche ich Ana Andjelic unter den vielen Regenmänteln. Die New Yorker Marketing Strategin arbeitet an Beiträgen für newadvertising.org, die Englischsprachige Schwester-Site zu dieser hier.

Werkzeugleiste zu den von Besuchern generierten Photographien
Werkzeugleiste zu den von Besuchern generierten Photographien


Laut einem New York TImes Artikel zum Thema, sehen die Zahlen gut aus für Burberry. Mit amerikanischem Geschäftssinn, scheucht Angela Ahrendts die Londoner Tradtionsmarke aus dem Elfenbeinturm zurück auf die Strasse. Ihre Strategien und das reife Gespür des jungen Christopher Bailey machen sich bezahlt:

  • Burberry freut sich über 699,000 Facebook Fans
  • Twitter und YouTube bringt die Traditionsmarke ins Gespräch bei der den Baby Boomers nachrückenden Generation.
  • Stark reduzierte Abhängigkeiten von Kaufhäusern
  • Eigener Direktversand hat den Grosshandel als größte Einnahmequelle abgelöst
  • Mit 95 Jahren ist der Burberry Regenmantel allemal das am meisten gekaufte Produkt
Tochter Elizabeth in ihrem Burberry Duffel Coat
Tochter Elizabeth mit ihrem Burberry Duffel Coat
"We are now as much a media-content company as we are a design company."
\"We are now as much a media-content company as we are a design company.\" Christopher Bailey, CCO of Burberry. Take notice of that thinking.
Edward Boches on twitter Sep 13, 2010<7em>
Schnauzer als angloamerikanischer Tippfehler auf der Kampagnen Webseite

„Es ist nicht das, was wir tun, sondern das was Leute mit dem tun was wir tun.”

Eine Idee die tut wurde von Gareth Kay geprägt und mich freut Ihnen eine solche Idee seitens der Hundefuttermarke Güd näher bringen zu dürfen.

Zusammen mit dem brasilianischen Tierschutzverein NGO “Clube dos Vira-Latas” wurde „Rescue Dogz” gestartet. Von J. Walther Thompson Brasilien gemacht, nutzt die Kampagne die so weit verbreiteten Tippfehler bei der Google Sucheingabe von Namen reinrassiger Hunde.

Jedes Mal wenn jemand einen Rassehund sucht und den Namen falsch eingibt, zeigt Rescue Dogz einen Mischlingshund unter der falsch eingegebenen Suche und eine Anzeige bewirbt den Mischling als kostenlos. Beim Anklicken wird der Nutzer auf die Kampagnenseite weitergeschickt, somit erhält der Mischling die Chance gesehen und adoptiert zu werden.

Alle hier wurden bereits adoptiert

Bei 2.3 Millionen Suchen pro Sekunde, werden so einige falsch geschriebene Rassehunde dabei sein, die so einigen ausgesetzten Promenademischungen unverhoffte Sichtbarkeit und womöglich ein neues Heim verschaffen.

Eine Idee die tut1 setzt die aktive Teilnahme der Beteiligten voraus und hat diese zum Ziel. In ihrer Ausführung soll die Idee höchst unmittelbar und praktisch anwendbar sein.

McDonalds setzte in den vergangenen Monaten eine solche Idee die tut mit gutem Erfolg auf dem dt. Markt um. 5 Burger Favoriten wurden in einem Crowdsourcing Verfahren von den Teilnehmern gewählt. Die McDonalds Kundschaft gestaltet sein eigenes McDonald Produkt zum eigenen Verzehr. Die Rolle des McDonald Unternehmens beschränkt sich auf die des Ermöglichers. Die Mittel werden bereitgestellt. Eine Idee die tun soll, wurde von McDonalds organisiert und verwaltet. Bestätigung finden die Teilnehmer nicht durch Geldbelohnung aber indem, der von ihnen gestaltete Burger auf den Markt kommt. Wir leben im Zeitalter von Ideen die tun. Mir gefällt auch, dass die Markenwebsite mit seinem einfach zu bedienenden Burgerkonfigurator die zentrale Plattform darstellt. Eine Sozialmedienkampagne ohne Facebook. Bravo. Ab sofort sind in Abfolge 5 neue Burger bei McDonalds zu haben. Bürger Burger.

Burgerkonfigurator
Burgerkonfigurator © 2011 McDonald Deutschland

Verantwortliche Kreativ-Agentur der Aktion "Mein Burger" ist Neue Digitale / Razorfish in Berlin, die TV- und Hörfunkspots kommen von Heye & Partner in Unterhaching. Produziert wurden die Spots in München bei E+P Commercial, die Mediaplanung übernimmt Heye OMD, ebenfalls München. Alexander Schramm, Director Corporate Affairs McDonald’s Deutschland Inc. gab 2008 die Zusammenarbeit mit Neue Digitale bekannt.

WuV meldet am 14.11 eine Neuauflage der „Mein Burger‟ Aktion, hier zu lesen.

Mein Burger—Wie? Gand! Interactive Blog

Responsives Betriebssystem frisst die Welt
https://www.slideshare.net/undercurrent/the-operating-model-that-is-eating-the-world

„Wir hatten geglaubt, das jeder unserer Kunden ein ganz eigenes Problem hat. Nach hunderten von Projekten, stellten wir fest, das wir unrecht hatten. Es gibt eine Ursache, von der die fähigsten Unternehmen der Welt ausgebremst werden: Sie benutzen ein überkommenes Betriebssystem um es mit der Geschwindigkeit des 21. Jahrhunderts aufzunehmen. Heutige Gewinner und Verlierer werden dadurch entschieden, wie responsiv sie mit Kultur, Konsumenten, dem Wettbewerb und den anderen Mächten der Unterbrechung umgehen.

Jedes unserer Projekte hilft mit, unserer Kunden Betriebssystem zu aktualisieren zu einem Responsiven OS. Mit dem Ziel konventionelle Organisationen in den Wettbewerb zu schicken mit digitalen Unternehmensgründungen, von denen sie bedroht werden.

Ein responsives Betriebssystem, ein entgegenkommendes Betriebssystem besteht aus fünf eingebetteten Domänen die ein reiches Zusammenspiel liefern, zwischen dem Warum, Wie, Wer und Was der Organisation:”

Undercurrent
Ein responsives Betriebssystem besteht aus fünf eingebetteten Domänen die ein reiches Zusammenspiel schaffen zwischen dem Warum, Wie, Wer und Was der Organisation
Wie digitale Unternehmen es machen (Quelle).

Aber ja, das erinnert an den verzweifelten Erklärungsversuch eines organisierten Prozessablaufs, von dem wir uns zu Ende des vergangenen Jahrzehnts verabschieden wollten.

Via Bud Caddell’s „Was mich beschäftigt”
Via Bud Caddell’s „Was mich beschäftigt”
  1. Idee die tut wurde von Gareth Kay, Goodby Silverstein & Partners geprägt.[]